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Am 26. September 2017 beleuchteten SEF4KMU und das IGE den Erfolgsfaktor der IP-Strategie und beantworteten dringende Fragen der Teilnehmenden. Die Referenten und Teilnehmenden vermochten mit ihrem Engagement, Spannung ins Thema zu bringen und die Behauptung zu widerlegen, dass Patente „trocken wie ein Zwieback“ seien.

Die Vorträge der Patent-Experten des Eidgenössischen Instituts für Geistiges Eigentum (IGE) waren gespickt mit Praxisbeispielen. Dr. Heinz Müller zeigte auf, was schief gehen kann, wenn das Thema vernachlässigt wird und weshalb „Protection“ wie ein fünftes „P“ des Marketing behandelt werden sollte. Im Gegenzug demonstrierte Christian Moser live am Bild einer teilnehmenden Firma, wie mit einem geringen Aufwand, Informationen über Konkurrenten, Branche und dem Patentumfeld gewonnen werden können, um strategische Entscheide zu treffen.

Neben den Fachvorträgen, bildeten die beiden Auftritte aus der Praxis das Highlight des Anlasses. Guillaume Gagnier von der Firma Geosatis SA, eröffnete seinen Vortrag mit einem plakativen Bild. Den ersten Prototyp der elektronischen Fussfessel für Straftäter bastelte der Gründer, José Demetrio, aus einer 3M-Klebebandrolle. 3M ist der direkte Konkurrenten der Geosatis in dieser Branche.

Dr. Kristian Baumann, Business Development Manager der Sensirion AG, gab zu, dass sich die IP-Strategie der international führenden Firma auf dem Gebiet der Sensorlösungen in den 20 Jahren ihres Bestehens kaum geändert hat. Wichtig sei es, zu entscheiden, was man schützen möchte. Ein Patent auf einem Chip anzumelden, der im Zuge eines „reverse engineerings“ vollständig analysiert und nachgebaut werden kann, mache wenig Sinn.

FAZIT UND TAKE-AWAYS

Alle Referenten waren sich einig. Eine Unternehmerin bzw. ein Unternehmer muss sich die folgenden Fragen frühzeitig stellen: was will ich schützen, in welchem Land und zu welchem Zeitpunkt? Mit einer Voranmeldung eines Patents verschafft sich eine Unternehmung in gewissen Ländern bis zu einem Jahr Zeit, bis die vollständige Anmeldung einzureichen ist – dieses Jahr, kann dazu genutzt werden, zu entscheiden, ob die Anmeldung vollzogen werden soll oder um sich den Vorsprung auf die Konkurrenz zu sichern.

Der Moderator und CEO vom Swiss Economic Forum, Dr. Dominik Isler, widerlegte seine eigene Hypothese, dass Patente „trocken wie ein Zwieback seien“ und fasste die Take-Aways des Anlasses folgendermassen zusammen:

  • Befassen Sie sich bei Firmengründung und Aufbau frühzeitig mit dem Thema. Die Konkurrenz kommt mit dem Erfolg bzw. wenn es etwas zu holen gibt.
  • Ziehen Sie einen Patentanwalt bei – es zahlt sich am Ende aus.
  • Seien Sie ein „Filou“ – überlegen Sie sich genau, was, in welchem Land und zu welchem Zeitpunkt geschützt werden soll
  • Patente liefern extrem viele Informationen. Eine Patentumfeldanalyse kann viele Fragen im Vorfeld beantworten.

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Als Hauptpartner von SEF4KMU bietet das IGE den Unternehmen, die im SEF4KMU Prozess angemeldet sind, gewisse Dienstleistungen (z.B. Patentumfeldanalyse) kostenlos an. Melden Sie sich bei Interesse für den Prozess an und profitieren Sie von diesem Angebot.

VIDEO-HIGHLIGHTS

Das folgende Video und die Fotos zeigen weitere Einblicke in den Anlass.
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