Philip Bucher promovierte an der ETH Zürich als Betriebs- und Produktionsingenieur und arbeitete als Head of Group Marketing der Geberit International in Jona. Nun ist er Geschäftsführer einer Bierbrauerei. Am Networking-Lunch vom 29. März 2019 berichtete er über die Erfahrungen mit der Gründung der Firma Doppelleu, der Nummer Eins der Spezialitäten-Biere in der Schweiz.

«Ich wollte schon immer Unternehmer werden», erklärt Philip Bucher seinen Wechsel von Geberit zur eigenen Brauerei. Diesen Traum setzte er 2010 um. Damals begann in der Schweiz der Aufschwung von Craft-Bieren. Philip Bucher entschied sich zu diesem Zeitpunkt genau da anzuknüpfen. «Bis in die 90-er Jahre galt die Schweiz als langweiligstes Land für die Bierproduktion auf der ganzen Welt», so Philip Bucher. Die Auswahl war eher einseitig und vor allem für junge Leute unattraktiv. Doppelleu wurde mit dem Ziel gegründet, ein Bier für die urbane Bevölkerung zu entwickeln und auf Spezialitäten-Biere zu setzen. Nur vier Jahre später erhielt das Unternehmen das «SEF.High-Potential KMU» Qualitätslabel und 2016 gewann es den SEF.Award. Mit dem Label und dem Award konnte das Unternehmen wachsen und die Erfolgschance steigern. «Wir waren noch sehr jung und unsicher, ob wir es schaffen werden. Dank dem Label waren der Ausbau und die Finanzierung möglich und das Vertrauen der Mitarbeitenden stieg dadurch an», erläutert Philip Bucher. Mit dem Gewinn des Awards erreichte das Unternehmen ausserdem eine Steigerung im Verkauf.

Chopfab – Ein Bier, das im Gedächtnis bleibt

«Für ein erfolgreiches Unternehmen braucht es eine klare Strategie. Mit vierzehn Aussendienstmitarbeitenden sind wir im Verkauf sehr präsent. Je präsenter ein Unternehmen im Detailhandel, desto eher spricht die Gastronomie darauf an. Dabei spielt das Design eine wichtige Rolle», betont der Unternehmer. Doppelleu hat heute einen Marktanteil von 36% in der Gastronomie und 64% im Detailhandel. Das Unternehmen setzt mit seiner Vielfältigkeit in der Bierproduktion auf abwechslungsreichen Geschmack. Bei Doppelleu werden Biere auf drei Leveln produziert – vom genussvollen Bier während des Abendessens, über das Spezialitätenbier bis zur schwarzen Dose mit der weissen Aufschrift auf der Basislinie. Neben der Diversität der Biere bleibt das Produkt auch durch seinen Namen im Gedächtnis. Nicht nur in der Deutschschweiz, sondern auch in der französischsprachigen Schweiz hat das Bier mit dem Namen Chopfab – «la chope fabuleuse = das fabelhafte Bier» – einen guten Marktwert. Die Fusion mit der Boxer AG in Lausanne vor zwei Jahren wirkt dabei für den Kauf in der Westschweiz unterstützend. Während sich die Vertriebsorganisation von Boxer vor allem auf die französisch- und italienischsprachige Schweiz konzentriert, steht bei Doppelleu die Deutschschweiz im Vordergrund.

Für Franco Chicherio, Leiter von Start-ups und Unternehmertum beim Swiss Economic Forum, ist es erfreulich zu sehen, wie erfolgreich Doppelleu ist: «Wir glauben an die Kraft des Unternehmertums und genau deshalb gibt es SEF4KMU, die Wachstumsinitiative für wachstumsstarke Jungunternehmen und KMUs». Die Vernetzung von mehr als fünfzig routinierten und jungen Unternehmern macht die Networking-Lunches spannend, so Franco Chicherio weiter. Zusammen mit Franco Chicherio freut sich das ganze SEF4KMU Team bereits jetzt auf die nächsten Networking-Events und darauf weitere Unternehmen im Rahmen von SEF4KMU begleiten zu dürfen.

Nächste Networking-Events
Damit Sie das nächste Mal dabei sein können, geben wir Ihnen hier bereits die Termine für die Networking Lunches 2019 bekannt:
– 25. Juni 2019, Bern
– 03. Oktober 2019, Lausanne

Die Anlässe finden auf «invitation only» statt. Bei Interesse an einer Teilnahme melden Sie sich bitte unter info@sef4kmu.ch