Jeder zweite Erwachsene in der Schweiz benötigt eine Korrekturbrille. Diese wechselt er im Schnitt alle drei Jahre und bezahlt dafür durchschnittlich rund 600 Franken. Mit 1.4 Millionen jährlich verkaufter Brillen und einem Marktumsatz von insgesamt 1.3 Mrd. Schweizer Franken ist der Schweizer Brillenmarkt ein lukrativer Markt. Dennoch zeichnete er sich bis vor wenigen Jahren vor allem durch seine Berechenbarkeit aus. Veränderungen im Markt gab es kaum – und dies über Jahre hinweg.

Bis 2013 das Jungunternehmen VIU in den Markt eintrat und diesen kräftig aufmischte. Die erfolgreiche Rezeptur des fünfköpfigen Gründer-Teams vereint ein innovatives Vertriebsmodell mit stilvollem Design, hoher Qualität und günstigen Preisen. Ganz nach den unterschiedlichen Stärken der Gründer, der Betriebswirte Kilian Wagner und Peter Kaeser, der Industrial Designer Fabrice Aeberhard und Christian Kaegi und des Optikers Dominik Müller. viu_team_360x240Das Geschäftsmodell fand von Beginn an grossen Anklang am Markt und begeisterte die Kunden. Kein Wunder, denn mit einem Mal eröffnete sich diesen ein völlig neues Erlebnis des Brillenkaufs. VIU realisierte ein umfassendes Omnichannel-Vertriebsmodell, welches Vorteile der Online- und Offline-Kanäle kombiniert. Im Online-Bereich nutzt VIU die Reichweite des Internets und gestaltet ein digitales Schaufenster für ein virtuelles Markenerlebnis. «Virtual Try On» und «Try At Home» lauten in diesem Zusammenhang die zwei schlagkräftigen Angebote des Unternehmens an seine Kunden. Hinter «Virtual Try On» verbirgt sich die Möglichkeit, im Online-Shop des Unternehmens die verschiedenen Brillenmodelle orts- und zeitunabhängig mittels Webcam virtuell anzuprobieren. Mit dem «Try At Home»-Angebot können sich VIU-Kunden anschliessend bis zu vier favorisierte Korrekturbrillen nach Hause schicken lassen und diese vier Tage lang testen. Mit diesem Angebot erreichte VIU ein überzeugendes Alleinstellungsmerkmal auf dem Schweizer Markt. Neben dem Online-Direktvertrieb hat das Jungunternehmen gleichzeitig in verschiedenen Schweizer Städten eigene Geschäfte eröffnet. In Basel, Bern, Luzern, St.Gallen und Zürich können sich Kunden auf klassische Weise im Flagstore ihre VIU-Brille aussuchen und anprobieren, sich beraten lassen und so die Brillenmarke physisch erleben. Im Zuge des Unternehmenswachstums eröffnete VIU weitere Flagshipstores in den deutschen Grossstädten München, Hamburg und Berlin. Ergänzt wird das direkte Vertriebsmodell um eine indirekte Komponente: 25 ausgewählte Partner-Optiker in der Schweiz (Stand Januar 2016) vertreiben ebenfalls die Brillen des Jungunternehmens.

Überzeugende Umsetzung des Geschäftsmodells

Grund für den Erfolg von VIU ist neben dem neuartigen Geschäftsmodell dessen überzeugende operative Umsetzung. Das Management beeindruckt insbesondere in den Bereichen Marketing, Produktdesign und Customer Experience mit herausragenden Leistungen. Die klare Design-Sprache von VIU zieht sich vom Brillendesign über den Online-Vertrieb bis in die Verkaufsräume des Unternehmens. Durch weitgehenden Verzicht auf Zwischenhändler differenziert sich VIU zusätzlich als Brillenhersteller von den etablierten Marktplayern.

Rasantes Wachstum

Aufgrund des rasanten Wachstums hat sich VIU in kürzester Zeit vom Start-up zum mittleren KMU mit acht Stores, über 50 Mitarbeitern und einem soliden Umsatz entwickelt – Tendenz stark steigend. VIU sieht weiteres Marktpotenzial vor allem darin, durch seine kostengünstigen Korrekturbrillen die Wahrnehmung der Brille bei den Kunden zu verändern, weg von reiner Funktionalität hin zu einem modischen Accessoire. Ähnlich wie im Marktsegment der Sonnenbrillen sollen Träger von Korrekturbrillen häufiger einen Modellwechsel vornehmen. VIU hofft, dass so der Schweizer belebter und vielfältiger wird. Mit seinem einzigartigen Business-Modell hat VIU dazu die besten Voraussetzungen geschaffen. Die äusserst positiven Resultate von Kundenumfragen bezeugen dies.

Die SEF-Experten attestierten VIU ein grosses Wachstumspotenzial und zeichneten das Unternehmen mit dem Qualitätslabel «SEF.High-Potential KMU» aus.

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Auszeichung als
SEF.High-Potential KMU

Dezember 2015

Label